00:00:04: Deutsche Bank präsentiert den Podcast Results, merkt aktuell.
00:00:08: Mein Name ist Sebastian Neckel und ich spreche mit Dr.
00:00:10: Riech Stefan über
00:00:11: Themen
00:00:11: für die Wirtschaftsbewegung.
00:00:14: In Deutschland suchen Millionen Menschen Arbeit während hunderttausend Stellen umgesetzt sind.
00:00:18: in Europa werden neue Rechenzentren errichtet.
00:00:21: auf der anderen Seite fehlt es uns aber an Stromnetzen.
00:00:24: Die USA wollen mehr Produktionen zusammenzuholen doch wer baut und betreibt die neuen Werke?
00:00:29: Und zu guter lässt Brasilien.
00:00:31: was bedeutet das Wahlergebnis für die deutsche Unternehmen?
00:00:34: Gut, Uli!
00:00:35: Dann lass uns heute mal starten und du wirst es nicht glauben.
00:00:38: Wir fangen nicht an mit den Mithirma-Elections die wir morgen in der USA stattfinden sondern wir fangen an mit Deutschland.
00:00:44: In Deutschland sind rund drei Millionen Menschen ohne Arbeit.
00:00:47: gleichzeitig haben wir sechshundertfünfzigtausend offene Stellen.
00:00:51: Das ist sogar deutlich mehr als das was wir im Vorjahr gesehen haben.
00:00:56: Stellt mich so ein bisschen die Frage, wie passt das zusammen?
00:00:59: Da haben wir einen Arbeitshof, sechsundfünfzigtausend offene Stellen.
00:01:02: Warten wir auf den nächsten Aufschwung und haben ein anderes strukturelles Problem.
00:01:05: Warum kriegen wir diese Leute nicht in Arbeit
00:01:06: rein?
00:01:07: Ja ich würde sagen der Arbeitsmarkt ist eben nicht wie ein See in dem man Wasser rein oder rauslässt und der sich dann insgesamt hebt oder fällt sondern Der Arbeitsmarkt hängt sehr stark von den Qualifikationen ab und offensichtlich finden die Unternehmen für die gesuchten Qualifikation nicht die richtigen Menschen.
00:01:26: auf der anderen Seite gibt es eben welche, die möglicherweise keine Qualifikations haben oder welche die heute im Arbeitsmarkt nicht so.
00:01:35: Gesucht sind und die tun sich dann schwer einen solchen Arbeitsplatz zu finden.
00:01:41: wir haben nach wie vor das Phänomen Sebastian dass wir in der Industrie im verarbeiteten Gewerbe Arbeitsplätze verlieren dass der Staat tendenziell eher Arbeitsplätze aufbaut.
00:01:53: Aber wir sollten eben bei all den Dingen, die wir schon öfter hier diskutiert haben damit wieder mehr Investitionen und Wachstum kriegen.
00:02:01: Die Standortbedingungen verbessern damit der Arbeitsmarkt insgesamt deutlich zunehmend.
00:02:07: Eine Sache, das Standort zu verbessern ist wahrscheinlich auch der weitere Ausbau von Datencentern High Technology in Deutschland aber auch in Europa zu implementieren.
00:02:18: Aber jetzt überlegt ein Datencenter dauert so ein bis drei Jahre Bauzeit, aber irgendwie muss er auf Strom rein kommen.
00:02:25: Und wenn man jetzt im Verhältnis hat zu sehen wir brauchen wie fünf bis fünfzehn Jahre teilweise von der Genehmigung ich sage mal ob es jetzt erneuerbare Energie ist oder insgesamt bis die Stromattung gebaut werden bis das am Datensenter angekommen ist.
00:02:37: Es war mir immer wir wollen KI-mäßig, datenzentermäßig eigentlich aufholen.
00:02:42: Ist das überhaupt wirklich in Europa bei den Voraussetzten-Octel?
00:02:46: Ja wir bauen schon Datencenter.
00:02:48: Das hat natürlich auch was mit der Resilienz zu tun die wir erreichen wollen.
00:02:52: Wir wollen ja dass die Daten in Europa gespeichert verarbeitet werden.
00:02:56: Wir werden sicherlich nicht auf den Zug aufspringen können der Hyperscaler oder der Large Language Modelle Aber wir wollen unsere eigene Daten haben und ich glaube, dass wir als Europa gerade auch als Deutschland sehr gute Chancen eine physischen künstlichen Intelligenz haben.
00:03:13: Aber ja da bin ich bei dir!
00:03:14: Da müssen wir dann die Datencenter weiter ausbauen, die an sich nicht sehr viele Arbeitsplätze schaffen wenn sie im Bau stehen vielleicht aber danach nicht mehr drum herum.
00:03:24: das was man dann physische künstliche Intelligenz nennt also Robotik, Automatik, Automatisierung etc.
00:03:32: wo unsere Maschinenbauer, unsere Elektronikunternehmen mit Komponenten teilen und insgesamt auch in der Verarbeitung dann punkten können.
00:03:43: das ist eine aus meiner Sicht echte Chance für Deutschland und die sollten wir dringend ergreifen.
00:03:49: Es läuft
00:03:49: aber momentan bei der EU Kommission sind ein bisschen.
00:03:51: auch die Diskussion darüber wie kann man den Strompreis bei uns anpassen, es darf ja die Diskussion Strompreisteuern zu senken.
00:04:01: Ist das nicht ehrlich gesagt?
00:04:02: Ja ich verstehe für die Unternehmen natürlich wichtig gründere Strompreise zu haben aber einen größeren Effort wirklich auf den Ausbau jetzt zu legen der Stromnetze.
00:04:11: Die Stromnetz sind sicherlich ein Schlüssel vor allen Dingen auch die Stromspeicher.
00:04:15: also wir haben immer wieder das Problem im Sommer dass wir zu viele Strom produzieren tagsüber dem wir dann Für Geld abgeben, also wir zahlen dafür dass man diesen Strom abnimmt und kaufen ihn dann in der Nacht zurück.
00:04:29: Wenn wir Speicher mehr Speicher hätten würde das also deutlich verbessert werden dieses Verhältnis.
00:04:36: Und da gibt es natürlich verschiedenste Diskussionen wo und wie man Speicher bauen kann.
00:04:42: Es wird ja sogar darüber diskutiert ob wer die E-Mobilität dafür nutzen können.
00:04:47: Also unser Auto, wenn wir es tatsächlich nicht benutzt haben ist aber tagsüber vollgetankt wurde dann am Abend für den Haushaltsstrom genutzt werden könnte.
00:04:57: Ich glaube da gibt es einige Möglichkeiten und mit etwas Kreativität kann man das Problem sicherlich entschärfen.
00:05:04: Aber im Großen und Ganzen müssen wir mehr in die Netze investieren und vor allen Dingen auch in die Energie Speicher um hier auch resilienter zu werden mit Blick auf Russland, auf den Nahen Osten und die Energieversorgung von dort.
00:05:18: Ja
00:05:18: du hast gesagt auch dort mal rein investieren.
00:05:21: ich würde ganz gerne mal den Blick Richtung USA werfen.
00:05:25: Und zwar die USA gehen ja momentan sehr stark so vor wir möchten das Nukesfilm ein Land produziert wird dass also auch Investitionen reinkommen um beispielsweise letzten Woche auch gehört haben, gewisse Fabriken aufgebaut werden sollen, Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.
00:05:42: Auf der anderen Seite wird es ja den oder braucht man hier auch dort qualifizierten Zuzug von Menschen die dort unter anderem arbeiten wollen und können und das ist natürlich jetzt durch die Trump-Administration doch deutlich schwieriger geworden.
00:05:58: Für mich ist ein bisschen die Frage, kann diese Rechnung aufgehen?
00:06:01: Auf der einen Seite Investitionenaufbau aber auch von Hightech-Industrie in den USA und auf der anderen Seite.
00:06:08: Aber die erschwerten Arbeits-Einreisebedingungen für außerirdische Fachkräfte.
00:06:12: Ja
00:06:12: das ist eine sehr gute Frage.
00:06:14: man sieht hier dass es doch einige Zielkonflikte in Hefferschaftspolitik gibt.
00:06:18: Du bist mal vorsichtig zu formulieren denn die Investitione in die Vereinigten Staaten hinein von ausländischen Unternehmen also die sogenannten von direkt Investments führen natürlich dazu, dass die Leistungsbilanz zunächst mal noch schlechter wird.
00:06:33: der Vereinigten Staaten weil diese ganzen Güter ja in die USA geschafft werden müssen und einige Unternehmen beispielsweise aus Asien.
00:06:44: Müssen dann um überhaupt das Know-how in die Vereinigten Stärken zu bringen, also Runderte von Ingenieurinnen mitbringen, die diese Fabriken bauen, weil das Know how in den USA heute gar nicht vorhanden ist.
00:06:57: Also wir haben unter dem Strich Sebastian ein ähnliches Problem in den Vereinigten Staaten, wie wir das von Deutschland gesprochen haben nämlich auch dort suchen die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe händeringens Mitarbeiter wo hingegen in anderen Bereichen die Leute da eher keine Jobs finden.
00:07:18: und dass es dieses Phänomen wenn der amerikanische Administration davon spricht Da im Rusty Belt die Industrie zurückholen will, da möchte im Wesentlichen keiner arbeiten von den Amerikanern.
00:07:34: Sondern sie wollen natürlich die hoch produktiven White-Color Jobs haben und nicht mehr die Blue-Colored Jobs.
00:07:42: Und die entstehen eben nur mit diesen Investitionen, die aber dann wieder die Leistungsbilanz in negativen Bereich drücken.
00:07:50: Insofern gibt es diesen Zielkonflikt Und er ist eben auch dann auf den Punkt gebracht in deiner Frage zur Migration.
00:08:00: Man muss die Menschen, die dann das Know-how mitbringen und dann über Sicht eben auch Amerikaner ausbilden können natürlich zuerst mal mitbringen um die Fabriken bauen zu können um dann irgendwann dann auch amerikaner einzustellen zu können.
00:08:15: aber wie gesagt diese rein blue color Jobs in Stahlwerken in der Kohleindustrie möchte auch kein amerikaner heute mehr wirklich haben.
00:08:24: Lass es doch einmal, wir hatten gesprochen, ich hatte vorhin gerade Midterms-Election stehen an.
00:08:29: aber ich glaube da schon mal am nächsten Mal drüber dass wir jetzt ein bisschen sehr viel Spekulation was reinkommt.
00:08:33: Aber lass mal gucken dort wo Wahlen gewesen sind in Südamerika und Brasilien.
00:08:37: Das war ja wenn nicht mit unseren brasilianischen Kollegen gesprochen habe relativ überraschend auf einmal, dass Lula die Wahl gewonnen hat.
00:08:46: Viele sind eigentlich davon aus, dass es nicht der Fall sein wird.
00:08:49: Die Finanzmärkte haben im ersten Moment etwas negativ oder etwas ist gut sehr negativ darauf reagiert.
00:08:56: Jetzt ist Brasilien eines der wichtigsten Handelspartner von Deutschland in Südamerika.
00:09:03: Was bedeutet der Wahlausgang für die deutschen Unternehmen?
00:09:06: Worauf ist jetzt zu achten?
00:09:07: Ja,
00:09:07: du hast völlig recht.
00:09:08: Im ersten Wahlgang hatte noch Bolsonaro vorne gelegen und offensichtlich ja auch über ein Wahlkampf in den Social-Medias.
00:09:19: Den hat dann für den zweiten Wahlkampf der amtierende Präsident und jetzt wiedergewählte Lula da Silva wurde nachgeahmt, also ist auch sehr stark in die Social-Media reingegangen und das hat offensichtlich zu diesem Erfolg beigetragen.
00:09:34: Also man sieht hier wie wichtig heutzutage Social Media ist.
00:09:40: Nula ist von seiner Grundhaltung her sicherlich eher auf der sozialen Seite unterwegs.
00:09:48: Bolsonaro hatte versprochen eine eher angebotsorientierte Politik zu machen.
00:09:55: Ich glaube für die deutschen Unternehmen ist die Stellung einfach wichtig zu verteidigen, ihre Produktion dort auszubauen.
00:10:03: Für Europa insgesamt mit mehr Kursur eine tiefe Verbindung darzustellen.
00:10:08: Wir sollten uns nicht scheuen in Brasilien zu investieren vor allen Dingen wenn wir eine große Resilienz der Lieferketten haben wollen also auch seltene Erdenrohstoffe, aus der Volksrepublik China beispielsweise bekommen.
00:10:24: Also ich würde mich schon wünschen und ich glaube auch, dass das möglich ist hier eine tiefere Bande zu knüpfen so dass wir vor Produkte Rohstoffe aber verarbeitete Produkte aus Brasilien bekommen dort investieren und der Austausch insgesamt tiefer wird.
00:10:45: Das wäre sicherlich zu wünscht.
00:10:47: nochmal, ich halte das auch mit dem natürlichen, mit dem amtierenden Präsidenten Lula da Silva für absolut richtig und notwendig.
00:10:56: Und das wird doch sicherlich von brasilianischer Seite unterstützt werden.
00:10:59: Ja Uli, vielen Dank!
00:11:00: Ich glaube es zeigt wirklich Es gibt Chancen, es gibt Risiken auf den deutschen Arbeitsmarkt.
00:11:05: Es gibt Chance in Europa aber auch Risiken wenn das Strom nicht so schnell ausgebaut wird.
00:11:10: Und natürlich ist sie guter letztes auch Brasilien du hattest es angesprochen durchaus jetzt nicht total negativ für deutsche Unternehmen der Ausblick dort.
00:11:19: Und jetzt lasst uns abwarten, was in den nächsten Tagen passiert bei den Midterms Elections und wie Smooth Arbeiter geht.
00:11:24: Vielen Dank!
00:11:25: Sehr gerne.