00:00:04: Deutsche Bank präsentiert Podcast, Results, Märkte aktuell.
00:00:07: Mein Name ist Sebastian Neckel und ich spreche mit Dr.
00:00:10: Ulrich Stephan über Themen die Weltwirtschaft bewegen.
00:00:13: Der DAX über sixundzwanzigtausend!
00:00:15: Ist das jetzt Diaholo oder eine technische Aufschrung?
00:00:18: Die Wirtschaft im eure Raum wächst moderat.
00:00:20: Was bedeutet das für die nächsten zinspolitischen Entscheidungen der EZB?
00:00:24: Die wirtschaft in den USA ist robust.
00:00:27: auf der anderen Seite hat man Unsicherheit in der Handelspolitik und bei der geopolitischem Lage.
00:00:31: Was bedeutet das für die Amerikaner?
00:00:34: Und zu guter Letzt, über Angebote aus China.
00:00:37: Was bedeutet dass für Deutschland und für den Euroraum?
00:00:40: Ja Udi lass uns heute wieder direkt anfangen mit Deutschland.
00:00:45: Der DAX in letzter Zeit häufiger über der sechs zwanzigtausendere Marke Der eine oder andere.
00:00:51: das ein oder andere Institut i vor beispielsweise zeigt ja auch schon im Geschäftsliemer Index Dass es eine leichte Verbesserung gibt.
00:00:58: das Inlands Produkte des Bruttoinlandsproduktes zweiten Quartal könnte leicht zulegen.
00:01:04: Eidiv positive Zeichen nach den letzten zwei Jahren, was wir so gesehen haben.
00:01:08: auf der anderen Seite Industrieproduktion weiter unterhalb des Vorkrisenniveaus.
00:01:13: Exporte leiden auch.
00:01:14: wie blickst du aktuell auf die deutsche Wirtschaft?
00:01:17: Ja ich würde eine Differenzierung vornehmen.
00:01:19: Sebastian zwischen der konjunkturellen Entwicklung, die im Moment tatsächlich gar nicht so schlecht aussieht.
00:01:25: Wir haben ja durchaus bemerkenswert gute immer noch relativ schwach aber besser, deutlich besser als erwartet.
00:01:32: Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise.
00:01:35: Wachstumszahl in der ersten Schätzung für das zweite Quartal gesehen und auch wie du ja richtig sass die Stimmungsindikatoren sind gut.
00:01:43: Insofern also konjunkturell sicherlich auch aufgrund von idiosynkratischer Faktoren stichwort Energie, stichworts AI Boom, also künstliche Intelligenz zieht es gar nicht so schlecht aus.
00:01:58: Was fehlt, sind eben nach wie vor Reformen in der Standortpolitik und damit haben wir eben strukturell weiterhin Nachholbedarf.
00:02:07: Also normal ich würde es eher als eine konjunkturelle Stabilisierung bezeichnen als dass wir strukturell wirklich höheres Wachstum haben.
00:02:20: da bin ich nach wie Vor bei den Wirtschaftsforschungsinstituten die ja gesagt haben, dass wir wahrscheinlich zwei Tausendunddreißig nur noch ein Potenzialwachstum von Null haben werden.
00:02:32: Und daran sieht man das eben auf der strukturellen Seite nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf vorhanden ist.
00:02:38: Wo siehst du denn auf der Strukturelle Seite?
00:02:40: Wollen mal versuchen bisschen mehr vom Moll in Durr reinzukommen.
00:02:43: wo siehst so gute Fortschritte aktuell?
00:02:45: also da muss ich dich enttäuschen.
00:02:46: Da sehe ich wirklich nicht so viel auf der.
00:02:50: Wir müssen sehr viel mehr tun um die Unternehmen zu entlasten, um Investition möglicher schneller werden zu lassen.
00:02:59: Das geht bei den Energiepreisen los und bei der Bürokratie.
00:03:02: Wir müssen uns die Demografie angucken.
00:03:05: Man könnte sagen Sebastian dass wir bei den Investitionen als Deutschland gar nicht so schlecht sind wenn man sich die gesamte Investition anguckt.
00:03:13: Wir sind aber in Zukunft Themen ausgesprochen schlecht.
00:03:17: Also wir müssten sehr viel mehr tun, in Richtung Software, künstliche Intelligenz – all das was wir unter dem Stichwort Digitalisierung diskutieren denn da lassen wir tatsächlich sehr viele Produktivitätsfortschritte liegen und das wäre sicherlich richtig wenn wir da in Zukunft deutlich mehr machen würden.
00:03:36: Ja Udi lass uns mal in Richtung EZB-Euroraum gucken.
00:03:40: Die Inflation im Euro-Raum hat sich ja eigentlich ganz gut gefangen.
00:03:44: Die Geldpolitik der Zentralbank, der EZB wurde etwas gelockert.
00:03:49: Das Wachstum in der Eurozone ist relativ moderat, um es mal so auszudrücken.
00:03:53: Wir hatten gerade über Deutschland gesprochen und Deutschland ist nicht der Treiber, sondern das sind andere Länder... Was kann denn die EZB jetzt machen und vielleicht da noch ein bisschen mehr Spuren nochmal reinzukriegen?
00:04:03: Die EZP
00:04:04: kann natürlich wenig machen, was Konjunktur oder sogar strukturelle Politik angeht.
00:04:09: Sie kann die Inflation bekämpfen das tut sie.
00:04:13: Da hat es ja schon einen Schritt gemacht möglicherweise dass Preisen zumindest die Märkte.
00:04:17: wird sie noch einen zweiten im Herbst unternehmen wollen.
00:04:21: Das ist dann wahrscheinlich eher ein symbolischer Akt Denn wir sehen ja, wenn die europäische Zentralbank sich entschließt, die Inflation stärker zu bekämpfen.
00:04:31: Das dann sogar die langfristigen Zinsen und damit die Infrationserwartung ein Stück weit zurückläuft.
00:04:37: Ich könnte mir vorstellen dass die Europäischen Zentralbanken, wenn dieser Energie-Inflationsschock hinter uns liegt auch in Neutralen Zins also wieder Richtung zwei oder möglicherweise sogar unter zwei.
00:04:54: Aber ist das nicht zu sehr achter Bahnfahrt?
00:04:56: Wir haben jetzt einen Schritt gesehen, wir warten noch ein weiter und einen kleinen eventuell dann im zweitausend siebenundzwanzig geht es wieder runter dass ja auch ehrlich gesagt nichts womit dann die Unternehmen wirklich kalkulieren planen können, oder?
00:05:08: Die
00:05:08: Unternehmen planen ja nicht mit dem Übernachtszins Sebastian.
00:05:11: Sie planen eher mit fünfzehn-, fünftzehnjährigen Zinsen.
00:05:15: und da wie gerade schon gesagt dann die Inflationserwartungen runtergehen, dann gehen diese Zinszen natürlich auch ein Stück weit runter.
00:05:21: also wenn man die inflationen bekämpft sollten die inflationserwartung sinken und damit die langfristige Zins sind und das sollte in den Unternehmen wieder helfen.
00:05:30: Also insofern würde ich annehmen, dass diese Verschärfung jetzt der Geldpolitik ein temporäres Thema sein werden.
00:05:38: Um einfach einen Signal gegen Zweit- und Drittrundeneffekte zu setzen.
00:05:42: Dass es aber kein grundsätzliches Thema ist und deswegen europäische Zentralbarn möglicherweise dann in den zwei Tausend siebenundzwanzig wieder zurückgehen.
00:05:51: Lass mich aber ganz schnell sagen was eben besonders wichtig ist.
00:05:54: wir haben ja glaube ich hier an der Stelle auch schon mal über den Internationalen Währungsfonds gesprochen, der sagt dass die nicht tarifären Handelshemmnisse in Europa einem Zoll von vierundvierzig Prozent auf Güter und über hundertzehn Prozent auf Dieeksleistungen entspricht.
00:06:08: Also wir müssten stärker in Europa integrieren vor allen Dingen den Finanzmarkt.
00:06:13: das ist ja ein Vorschlag von Mario Draghi also dieser berühmten Draghi Kommissionen, die ich nochmal wirklich Ich bin nicht in der Position zu empfehlen, aber ich würde mich freuen wenn die Europäer sich dem mehr annehmen würden.
00:06:29: Also Integration Kapitalmarkt Union Investitions Offensive wirklich in Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz.
00:06:37: Wir haben das schon in Deutschland diskutiert Semi-Kontakte also Chips Quanten Computing Raumfahrt Biotechnologie also all diese Dinge mehr.
00:06:46: wir müssen die Energiepreise senken also auch hier stärker integrieren Netze ausbauen uns überlegen, wie wir das wirklich in einem europäischen Kontext lösen wollen und die Abhängigkeiten stärker reduzieren.
00:07:00: Da bin ich nicht bei.
00:07:01: Unabhängigkeit haltet es für ein falsches Wort.
00:07:04: in dem Zusammenhang würde eher Resilienz denken.
00:07:07: aber wir haben ja einige Minenprojekte beispielsweise identifiziert.
00:07:12: Die sollten wir wirklich auch angehen.
00:07:14: Es gibt auch Partner die zum Beispiel Brasilien mit Mercusur seltene Erden haben, also da stärker reinzugehen diese Punkte des Draghi-Plans abzuarbeiten.
00:07:25: Das wäre glaube ich eine echte Wachstumsmaßnahme dann auch für Europa.
00:07:30: Ja wachstummaßnahmen muss alles mal rüber gucken.
00:07:34: Die amerikanische Wirtschaft ist ja weiter halt ziemlich robust der Arbeitsmarkt auch robust.
00:07:38: auf deiner Seite natürlich viele politisch Unsicherheiten Iran Konflikt als Beispiel genannt Aber auch immer mal wieder auch kaum der Konflikt mit China oder beispielsweise die Differenzen mit China.
00:07:55: Ich habe mir so ein bisschen die Frage, wie kann es eigentlich sein dass das US-Wirtschaft immer noch relativ robust ist wenn man doch relativ viel Spannung von aus noch mit reinkriegt?
00:08:07: Jetzt mal ganz ketzerisch!
00:08:09: Ist das so ein bisschen die Folge von Trumps Politik, wir versuchen alles in den USA reinzuziehen und auch alles was produziert wird?
00:08:17: Das glaube ich ehrlich gesagt noch nicht.
00:08:21: Viele Industriearbeitsplätze in den USA verloren gegangen sind will man doch gar nichts zurück haben.
00:08:26: Da herrscht übrigens auch Fachkräftemangel.
00:08:29: also eine Umfrage dass die Amerikaner diese Jobs in Stahlfabriken etc.
00:08:34: gar nicht zurückhaben wollen.
00:08:37: Nein, die Stärke Amerikas kommt aus zwei oder drei Sachen wahrscheinlich sogar.
00:08:42: zum einen fahren die amerikaner natürlich ganz knackige Defizite in ihrem Haushalt diese bei sechs sieben Prozent des Bruttoinlassprodukt liegen.
00:08:51: Zum zweiten ist der Konsument immer noch sehr robust vor allen Dingen diejenigen relativ ordentliche Einnahmen haben, konsumierend eben weiter.
00:09:04: Insofern wird ja auch die Diskussion geführt über eine K-Shape Economy also wo diejenigen denen es gut geht weiterhin kräftig konsumieren und die anderen natürlich ein Stück weit zurückbleiben.
00:09:17: und im Moment wahrscheinlich der wichtigste Faktor ist die künstliche Intelligenz nicht wegen Produktivitätsfortschritten die wir dort schon sehen sondern wegen der hohen Investitionen die stattfinden.
00:09:30: Wir wissen ja, dass allein die Hyperscaler in diesem Jahr wahrscheinlich um die achthundert im nächsten Jahr sind angekündigt über neunhundert Milliarden Dollar investieren wollen und das treibt die Volkswirtschaft natürlich weiter weil es nicht nur die Hyper Scala oder Rechenzentren sind sondern man muss dann auch in Strom, Infrastruktur und und und investieren und das ist im Moment tatsächlich der Wachstumstreiber für die Vereinigten Staaten von Amerika.
00:09:59: Die Hoffnung ist, dass danach auch die Produktivitätsfortschritte kommen.
00:10:03: aller Robert Solo der in den Achtzigerjahren gesagt hat – ich sehe die Computer aber nicht die Produktive, die kamen dann später.
00:10:11: Insofern könnte es sein, dass die Amerikaner mit ihrer massiven oder mit ihren massiven Investitionen in künstliche Intelligenz und künstlicher Intelligenzinfrastruktur heute schon das Wachstum führt, dann die nächsten Jahre anlegen.
00:10:26: Jetzt wollen wir natürlich nicht zu früh über die mithörmer lexten sprechen, weil du gesagt hast dass da kann man halt immer das kann ja ein bisschen was passieren.
00:10:34: auf der anderen Seite.
00:10:35: Wir kommen jetzt immer dicht an den Termin ran ist das vielleicht auch einer der Gründe weshalb vielleicht etwas mehr investiert wird.
00:10:44: gerade politisch gerade in Geburt ist?
00:10:45: Da bin ich nicht sicher, weil die Unternehmen in einem harten Wettbewerb stehen und keiner bei der künstlichen Intelligenz zurückbleiben möchte.
00:10:53: Und das ist aus meiner Sicht der Grund warum hier vor allen Dingen Rechenkapazitäten, Rechenzentren usw.
00:10:59: sofort investiert wird.
00:11:00: Man hat ja auch einen systemischen Wettbetrieb mit der Volksrepublik China also Die Politik legt dem sicherlich keine Steine in den Weg.
00:11:07: Das ist bestimmt so.
00:11:10: Es gibt ja auch aber schon unter Joe Biden verschiedene Chips, Acts die hier entsprechende Unterstützungsmaßnahmen fahren und insofern wissen wir alle dass im Gegensatz beispielsweise zu Europa das investieren Genehmigungen etc.
00:11:27: in den USA etwas einfacher und schneller geht und das sehen wir gerade.
00:11:33: man darf ja nicht vergessen dass die Produktivität in den Vereinigten Staaten von Amerika im Grunde seit der großen Finanzkrise in etwa doppelt so stark wächst, im Vergleich zu uns.
00:11:43: Und das liegt eben vor allen Dingen an der Produktivität und an der gesamten Digitalisierung.
00:11:50: alles was ja... Digitalen Services um Produkte, um Unternehmen herum sind.
00:11:59: Da sind die Amerikaner einfach sehr viel besser als das wir Europäer
00:12:03: sind.".
00:12:03: Ja,
00:12:03: wir hatten jetzt auch schon vorhin mal über China gesprochen und lassen uns bitte zum Schluss von der Richtung China gucken.
00:12:09: Natürlich können die Wachstumszahlen in China nicht so sein wie in der Vergangenheit wenn das Niveau mal schon deutlich höher ist.
00:12:15: also von daher muss man sagen dass Wachs-Tupfer langsam sich auf meiner Sicht beunruhbar und dann führerweise auch dann sagen, dass Niveaux aber ein ganz anderes Kann man nicht eins zu eins vergleichen.
00:12:24: Nichtsdestotrotz, viele Unternehmen in China haben ja eine gewisse Überkapazität hergestellt und verkaufen jetzt wahnsinnig viel auch Richtung Europa.
00:12:34: der BDI spricht von einem möglichen Chinaschock.
00:12:37: zwei Punkt Null.
00:12:38: Wie blickst du da aktuell drauf?
00:12:39: Was können wir als Europa was können deutsche Unternehmen machen?
00:12:43: aktuell?
00:12:43: Ja das ist natürlich ne ganz schwierige Situation wie.
00:12:47: ihr seht tatsächlich den chinesischen Reflex.
00:12:49: wenn er binnenmarkt nicht so gut läuft Stichwort Immobilienmarkt, dann sucht man seinen Heil im Export und das durchaus ja auch staatlich subventioniert.
00:12:58: Die Chinesen haben zum Teil das Problem erkannt weil viele der Unternehmen ja auch gar nicht profitabel sind.
00:13:05: insofern versucht man jetzt eine Anti-Involutionsstrategie zu fahren also eine Konsolidierung könnte man sagen von ganzen Branchen.
00:13:15: Aber zunächst mal wie gesagt sucht man seinen Heil im Export.
00:13:19: Ich würde annehmen, dass es da entsprechende Reflexe auf der anderen Seite gibt.
00:13:24: China oder das Leistungsbilanz.
00:13:28: Defizit Europas mit China wächst von Jahr zu Jahr und insofern glaube ich, dass nicht die allerbeste Strategie der Chinesen ist nur auf den Export zu setzen weil sie eben Widerstand geben wird.
00:13:43: Nichtsdestotrotz Glaube ich, dass Europa hier Chancen hätte.
00:13:50: Wir haben unsere Lohnstückkosten in den letzten Jahren viel zu weit nach oben getrieben.
00:13:55: Da sind wir wieder an dem Thema, was wir am Anfang haben.
00:13:57: Wir müssen ordentliche Angebotspolitik machen und das Unternehmen ermöglichen zu investieren, zu produzieren in Europa und es zu besseren Bedingungen.
00:14:08: Ich glaube vom Know-how und ähnlichen Sachen fallen wir da nicht
00:14:11: zurück.".
00:14:12: Aber wir müssen eben schon einige strukturelle Änderungen vornehmen, um hier nicht erstens auf der Importseite von China zu viele Güter zu bekommen.
00:14:24: Sondern zweitens eben auch auf den Weltmärkten nicht so viel Konkurrenz.
00:14:29: aus der Konkurrence haben wir sowieso.
00:14:30: aber dass sie einfach soviel preiswerter sind die Chinesen mit ihren Gütern.
00:14:35: das dass wir Europäer da an Wettbewerbsfähigkeit verliert daran sollten wir dringend arbeiten.
00:14:41: Vielen Dank für das heutige Update.
00:14:43: Ich glaube, als Fazit und dass es leider das Fazit war, was wir auch schon längere Zeit immer wieder haben ist... Wir müssen an unserer Wettbewerbsfähigkeit als Europäer arbeiten.
00:14:53: Da gibt's glaube ich ganz viel zu tun auf was Unternehmen vielleicht nicht direkt beeinflussen können sondern da ist dann auch deutlich stärker nochmal die Politik wieder gefragt.
00:15:01: Vielen Dank!
00:15:01: Sehr
00:15:02: gerne Sebastian.