00:00:04: Deutsche Bank präsentiert den Podcast Results, merkt aktuell.
00:00:08: Mein Name ist Sebastian Neckel und ich spreche mit Dr.
00:00:11: Ulrich Stephan über Themen wie Weltwirtschaft bewegen.
00:00:14: Heute gucken wir uns an, wie die Konjunktur in Deutschland läuft.
00:00:17: Pfeil der Inflation?
00:00:18: Trotzdem kein Aufschwung!
00:00:20: Europa – leicht steigende Inflitionen.
00:00:22: was soll die ECB machen?
00:00:24: oder auch in den USA steigt die Inflktion an.
00:00:26: trotzdem ist die Wirtschaft dort immer noch sehr robust.
00:00:28: Uns gut erletzt China.
00:00:30: Divergenz zwischen privatem Konsum und Export.
00:00:34: Wie geht es weiter?
00:00:35: Ja, Uli.
00:00:36: Herzlich willkommen zum heutigen Podcast!
00:00:38: Ich denke heute ganz im Zeichen der Inflationszahlen die wir so in letzter Zeit gesehen haben.
00:00:43: lasst anfangen mit Deutschland.
00:00:45: Die Einkaufsmanager Indices sind ja fast alle unter fünfzig Industrieproduktionen auch nicht so richtig gut.
00:00:53: Auftragseigänge auch sehr schwankend und dazu haben wir jetzt noch eine Inflation hochgegangen ist von zwei Komma sechs auf zwei Kommal neun Prozent.
00:01:02: Keine Inflation ist so, wie du bei zweieinhalb Prozent aktuell.
00:01:06: Alles hat keine total guten Zeichen für die deutsche Wirtschaft.
00:01:09: Die Frage ist für mich halt irgendwann ob man muss auf die Trennwände kommen oder muss doch bergauf gehen?
00:01:13: Wann ist es denn soweit?
00:01:14: was muss getan werden?
00:01:15: Was die Inflacion angeht, Sebastian noch ganz kurz Ja, die ist relativ moderat nur angestiegen in Deutschland bzw sogar zurückgegangen.
00:01:25: Das liegt aber am Tankrabatt und weniger tatsächlich an den Preisen Denn die Importpreise sind beispielsweise um fünf Prozent gestiegen.
00:01:35: Also du hast wahrscheinlich wie auch viele unserer Hörer gesehen, dass die Bundesregierung der Sachverständigenrat, die Wirtschaftsforschungsinstitute und die Wachstumsprognosen für Deutschland nochmal nach unten gesetzt haben auf mittlerweile nur noch Nullkomma fünf Prozent für dieses Jahr.
00:01:52: da kann man auch ein bisschen optimistischer sein mit Blick auf den statistischen Überhang aus dem letzten Jahr plus Ferientagen, die aufs Wochenende fallen.
00:02:04: Also wir haben mehr Arbeitstage in diesem Jahr aber die Zahl insgesamt ist natürlich schon enttäuschend.
00:02:09: und aus meiner Sicht ist der Grund dafür strukturell zu suchen in dem was wir ja schon die ganze Zeit diskutieren nämlich Standortfaktoren.
00:02:19: Wir haben ein Problem mit Bürokratie und mit Genehmigungen Mit Energiepreisen mit Facharbeitern Steuern und Abgaben.
00:02:29: Und all das spiegelt sich eben dann darin wieder, dass die Industrie eher Arbeitsplätze abbaut.
00:02:34: Dass insgesamt die Arbeitslosigkeit nicht steigt liegt daran, dass im Vergleich dazu der Staat Stellen aufbaut.
00:02:44: Insofern haben wir nach wie vor eine schwache Wirtschaft, die jetzt noch mal natürlich von diesem Konflikt Im persischen golf getroffen ist weil die energiepreise steigen und auch einige pädrischämische vorprodukte kaum verfügbar sind beziehungsweise nur noch zu erheblich höheren kosten.
00:03:03: Und das trifft eben wie gesagt eine wirtschaftie ohnehin schon standortproblem hat.
00:03:08: das eines züklisch das andere ist strukturell, dass zyklische wird sich hoffentlich in absehbarer zeit geben.
00:03:14: aber das struktuelle da müssen wir wirklich ran und dann müssen wir den unternehmen wieder Freude bringen zu investieren in diesem Land.
00:03:25: Du hast natürlich recht gehabt, die Inflation ist im April zum Mai von zwei Prozent auf zwei Prozent in Deutschland gefeiert.
00:03:33: Der andere Trend ist der Eurozone, wenn wir darüber gucken... Wenn wir legen eigentlich am letzten Jahr und auch lange noch in diesem Jahr hinein haben, wenn man darüber diskutiert wann ist eigentlich die EZB soweit eine nächste Zinssenkung durchzuführen.
00:03:47: Jetzt sind wir bei der Inflation um die drei Prozent in der Eurozone, da kommt eher das Button auf wird die Geldpolitik restriktiver werden?
00:03:55: also wann stehen die nächsten Zins Erhöhung an?
00:03:58: Wie ist im Darin Blick aktuell darauf?
00:04:00: ja auch die
00:04:00: Eurozone ist jetzt nicht gerade mit Wachstum gesegnet in diesem Jahr und trifft eben sehr hart dass vor allem auch die Gaspreise so stark gestiegen sind und dass wir hier kein Bequadration haben also keine Erwartungen Richtung Jahresende dass die Gas Preise deutlich fallen sollten.
00:04:16: Das liegt daran, dass man weiß, dass die europäischen Lager auch die deutschen Lager nicht hoch gefüllt sind und über den Sommer natürlich aufgefüllt werden müssen damit es im Winter nicht kalt wird.
00:04:29: Und vor dem Hintergrund erwarten wir eben weiter steigende Inflationszahlen in der Eurozone.
00:04:37: Die können auch eine Vier vor dem Komma erreichen.
00:04:39: das ist sicherlich nicht auszuschließen Und deswegen erwarten wir, dass die Europäische Zentralbank in ungefähr zwei Wochen am elften Sechsten die Zinsen anheben wird um twenty-fünf Basispunkte dann noch einen weiteren Schritt in diesem Jahr folgen lassen wird.
00:04:55: Einfach, um ein Signal zu setzen nicht wie nach Corona Gefahr zu laufen das man die Inflationszendenzen unterschätzt.
00:05:05: Es könnte aber sein, dass man damit und eine Eröffnung der Straße von Hormuz dann wieder fallende Energiepreise sieht Richtung Jahreswechsel, so ein Inz-Jahr im Jahr und in den Jahr.
00:05:18: So dass die europäische Zentralbank möglicherweise dann in dem Jahr und siebenundzwanzig sogar wieder die andere Richtung einschlägt und die Zinsen wieder senken könnte.
00:05:31: also wir schauen mal wie es ausgeht.
00:05:33: aber der Markt und auch wir erwarten am elften sechsten eine erste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbranche.
00:05:41: Ja, ist ja nicht so ganz einfach wie das Beschlimmung für die Zentralbank.
00:05:44: Natürlich, du wirst immer sagen, die Aufgabe der Zentralbank ist, die Preischabilität herzustellen aber sie kämpfen natürlich auch damit, wie wir gerade besprochen haben in der Eurozone und auch in Deutschland über eine schlechte Konjunktur, die man mit einem bzw.
00:05:58: bei den zwei Zinsschritten natürlich massiv nach unten langsam könnte.
00:06:04: Ja genau, also wie gesagt die Inflation droht je nachdem wie lange dieser Konflikt an in der Straße von Hormuz und damit die hohen Energiepreise aber auch pädrochemische Vorprodukte Aluminium etc.
00:06:18: Pp auf dem Niveau bleiben oder sogar noch weiter steigen.
00:06:22: sollte es dort eskalieren Könnte die inflation eben deutlich höher ausfallen als wir jetzt sehen.
00:06:28: ich glaube nicht dass das ein solchen schock sein wird oder geben wird wie zwei tausend zwanzig, einfach weil die privaten Haushalte auch die Unternehmen weniger Geld vom Staat bekommen haben was jetzt unbedingt ausgegeben werden möchte und weil die Arbeitsmärkte nicht mehr so eng sind.
00:06:46: Wie sie es damals waren.
00:06:48: aber nichts ist so.
00:06:48: trotz also gesagt Inflationszahlen über vier sind durchaus möglich und die Europäische Zentralbank, die ja doch sehr gescholten worden ist für ihr Verhalten.
00:06:58: Und für die Argumentation das alles nur transitorisch also vorübergehend wäre in zwei Tausend Zweiundzwanzig wird voraussichtlich so hat es auch Fallagat angedeutet darauf reagieren.
00:07:11: mit Zinserhöhungen ist damit zu rechnen, jetzt eben in zwei Wochen und dann im Laufe des zweiten Halbjahres.
00:07:20: Wir
00:07:20: haben mal Uli Richtung USA gucken, wir sehen Konsum relativ robust der Arbeitsmarkt auch stabil, die Inflation bei drei Komma acht Prozent also auch weit weg von dem Zielwert von zwei Prozent.
00:07:34: Für mich stellt sich ein bisschen die Frage auf der einen Seite wurde ja darüber spekuliert wird die Fed eventuell Zinssenkung durchführen.
00:07:43: Das ist vielleicht bei dem aktuellen Niveau nicht unbedingt das, dass die erste Wahl vielleicht frage ich dich.
00:07:50: auf der anderen Seite sage ich mir bei drei Komma acht Prozent und die Wirtschaft ist relativ robust aktuell.
00:07:56: Warum machen sie keine Zinserhöhung?
00:07:58: Ja weil die amerikanische Notmank wahrscheinlich auch zuerst mal die Situation beobachtet.
00:08:03: wir wissen ja nicht wann es so eine Einigung im Golfkonflikt kommen wird.
00:08:09: Und deswegen ist es natürlich eine Situation für die Notenbanken, wo sie sagen, na ja wie lange wird das andauern?
00:08:16: Wie groß wird der Inflationsdruck werden?
00:08:18: Du hast natürlich recht!
00:08:19: Die Konjunktur in Amerika läuft deutlich besser als sie das in Europa tut und ist auch weniger stark von diesem Konflikt getroffen weil Amerika selbst sehr viel Energie hat und weniger importieren Muss.
00:08:34: nichtsdestotrotz ist es so, dass die amerikanischen Zinsen heute überneutral liegen und damit also schon eine gewisse Brems Wirkung vollziehen.
00:08:46: Und die amerikane Notmark hatte angedeutet das sie ja.
00:08:51: sollten diese zoll Zins schon Inflationserhöhungen abgearbeitet sein dann eben wieder in einen Zinssenkungs Modus hineingehen könnte.
00:09:01: Das wird jetzt durch die hohen Energiepreise natürlich ausgebremst.
00:09:04: Aber ich würde davon ausgehen, dass sie jetzt bei der nächsten Sitzung auch im Juni zuerst mal nichts tun wird weiter beobachten und dann wird man gucken wie der Konflikt weitergeht.
00:09:17: Wir rechnen damit, dass Sie dann möglicherweise Richtung Jahreswechsel-Jahres-Jahrs-Jährzehnteilzehn-Sieben und zwanzig doch noch einen Schritt nach unten machen
00:09:25: könnte.".
00:09:25: Das heißt also eigentlich gehen wir momentan so ein bisschen davon aus von der Währungsseite, von der FX Seite dass der Euro-Ermaid etwas aufwerten wird gegen den US-Dollar?
00:09:34: Ja, das sollte so sein.
00:09:35: Wir erleben, dass der US-dollar gefragt ist, wenn der Ölpreis stärker wird.
00:09:40: Das geht zurück auf eine Vereinbarung von dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt und dem saudischen König aus der USS Quincy im Oten Meer, wo man wie gesagt vereinbart hat, dass Öl grundsätzlich in den US Dollar abgerechnet wird.
00:09:58: Daraufhin brauchte die ganze Welt US-Dollar, um nie in Energie knapp zu werden.
00:10:03: Also immer zahlungsfähig zu sein für Energie und das hat dazu geführt dass die ganze welt eben Währungsreserven in Dollar aufgebaut hat.
00:10:14: so jetzt haben wir eine Situation wo immer mal wieder die Themen sich entspannen und dann wieder eskalieren persischen golf Und immer dann, wenn wir Entspannung sehen, sehen wir das der Dollar ein Stück weit schwächer wird und bei Eskalationen wird er stärker.
00:10:34: Weil die Welt eben dann offensichtlich sagt oder brauchen wir ja doch Dollar um hier weiterhin Öl-und Gas kaufen zu können.
00:10:42: sollte sich dieser Konflikt aber legen gehen wir davon aus dass der Dollar strukturell weiterhin etwas zur Schwäche neigen wird.
00:10:51: kein Big Bang Eher so wie Barry Eichengren, Professor in den Vereinigten Staaten ist beschrieben hat nämlich dass die Bedeutung des US-Dollar in den Währungsreserven um etwa ein anderthalb Prozent Punkte pro Jahr abnimmt.
00:11:04: Dieser Trend sollte sich dann fortsetzen und deswegen erwarten wir einen Dollar der jenseits der Einszwanzig sein wird bis ihn etwa zwölf Monate.
00:11:14: Ja lass uns mal zum Schluss Richtung China gucken.
00:11:17: ich meine China ist immer Immer momentan ja in jedem Konflikt, in jedem Munde als eventuell auch ein gewisser Problemlöser mit Ideen was man machen kann ob das jetzt zu Ukraine ist oder dass der Iran is.
00:11:29: China war ja eigentlich so auf dem Weg oder wollte ja viel stärker seine Binnen nachfragen und einen Konsum stärken.
00:11:38: Wir haben auch immer schon gesprochen Immobilienpreise, Immobiliendruck verschuldet relativ stark unter Druck.
00:11:43: auf der einen Seite Der Konsum So die Binnennachfrage, so wie man sich es eigentlich vorgestellt hat.
00:11:49: Auf der anderen Seite Exporte, Technologieexporte.
00:11:53: Das boomt ja weiterhin und das ist ja relativ erfolgreich in China.
00:11:56: Deshalb wird man wahrscheinlich auch ein bisschen Wannengag, aber die fünf Prozent Wachstums hier, Bibwachstum sind auch dieses Jahr wieder erreichen, die die Regierung vorgegeben hat.
00:12:05: Weil mich würde mal so etwas interessieren, deine Einschätzung zu dieser Divergenz zwischen einer Ja auf der einen Seite exportmäßig, momentan recht gut unterwegs und auf der anderen Seite dieses Thema die Nachfrage des eigenen Konsums nicht auf dem Level zu haben wie man sich vorgestellt hat.
00:12:20: Wie wettest du das momentan ein?
00:12:22: Ja es ist genau eine richtige Beschreibung der Situation.
00:12:25: China sucht wieder sein Glück im Export.
00:12:29: Das ist ja nicht zum ersten Mal der Fall.
00:12:32: Man riskiert damit natürlich ein Stück weit den Rest der Welt zu verärgern weil man eben oder weil viele Länder eben mit chinesischen Produkten überschüttet wird, aber China eben doch ja auch total hoch subventioniert dann diese Güter exportiert.
00:12:52: Gerade der chinesische Handel auch mit den asiatischen Ländern hat stark stark zugenommen und es ist natürlich insgesamt ein wie gesagt ein Reflex, denn China immer wieder hat sich auf den Export zu stürzen.
00:13:05: hier hat man ja auch in verschiedenen Produkten, sei es Elektroautos, Batterien aber auch erneuerbare Energien.
00:13:13: Fast eine Monopolstellung im Vergleich zur Welt und deswegen hat man natürlich da auch besonders gute Chancen.
00:13:21: Ich glaube für China selbst wäre es besser wenn man den Immobilienmarkt langsam mal in den Griff bekommen könnte.
00:13:27: Es gibt ja ein paar Maßnahmen Aber die reichen offensichtlich immer noch nicht aus um den Binnenkonsum wieder anzuschieben, man hat auch den Haushalten Geld zur Verfügung.
00:13:39: Also das alles reicht noch nicht!
00:13:41: Man müsste mehr am Immobilienmarkt tun um die Situation zu entspannen.
00:13:46: aber ja so wie es im Moment aussieht scheint man sich weiter auf den Export zu kaprizieren und dass ist im Grunde genommen Sebastian etwas was der leider mittlerweile verstorbene ehemalige Botschafter in der Volksrepublik China Konrad Seitz schon zwei tausendzwei beschrieben hat, nämlich dass die Chinesen zuerst Unternehmen ins Land holen mit Joint Ventures.
00:14:14: Dass sie dann für den Binnenmarkt für ihren eigenen Markt produzieren und anschließend dann in den Export gehen und Konkurrenz machen.
00:14:20: Und das ist ja auch etwas was ich ganz oft von Mittelständlern höre Die mir sagen Ja Sie glauben immer noch ein bisschen besseres Produkt zu haben Aber die Chinesen sind eben weit, weit günstiger weil sie bessere Standortbedingungen haben und weil sie nicht so teuer produzieren müssen.
00:14:40: Und das macht der deutschen Industrie auch dem deutschen Mittelstand zunehmend Sorge auf den Weltmärkten hier noch konkurrenzfähig sein zu können.
00:14:49: Nicht weil man schlechte Produkte hat, nicht weil man schlecht arbeitet sondern einfach die Kostenstruktur eine vollkommen andere ist.
00:14:56: Ja Uli vielen Dank für dein heutiges Update!
00:14:59: Mal ein bisschen anders.
00:15:00: Heute wirklich deutlich stärker im Bereich der Inflation, was natürlich dann auch ein Impact hat auf die Wechselkurse und da natürlich auch das Risiko melden, spenden unserer Kunden.
00:15:11: Vielen Dank dafür!
00:15:12: Und ich bin gespannt wie es weitergehen wird.
00:15:14: Danke dir auch Sebastian alles Gute.
00:15:16: Ciao.